Pionier-Quartier 2.0 am Colsman-Knoten: Wichtige Schritte auf dem Weg zur Realisierung
Am Alfred-Colsman-Knoten – vis a vis der historischen und denkmalgeschützten Arbeitersiedlung Zeppelindorf, planen wir auf dem nord-östlich gelegenen Teilbereich des Zeppelin-Werksgeländes und in mittelbarer Nachbarschaft zum Naherholungsgebiet Riedlewald das „Pionier-Quartier 2.0“. Die Namensgebung – ist angelehnt an die Erstbewohner und Pioniere der Luftschifffahrt des benachbarten Zeppelindorfes.
Wo heute überwiegend versiegelte Industrie-/Gewerbeflächen das Bild prägen, soll bis Ende 2028 ein lebendiger und zugänglicher Ort/Raum für Menschen entstehen. Geplant sind 46 Mieteinheiten – davon 40 im Rahmen der Wohnungsbauförderung geförderte Mieteinheiten – moderne Nahversorgungs- bzw. Einzelhandelsflächen samt Café, im Erdgeschoss, sowie eine gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse für die Mieter/Bewohner. Großzügige, entsiegelte und qualitätsvoll geplante Außenanlagenflächen auf vormals brachliegenden Parkplatz- und abgezäunten Industrieflächen versprechen Aufenthaltsqualität für Bewohner und Besucher des Quartiers.
Start des Projektes bereits im Frühjahr 2025
An prägnanter stadtbildprägender Stelle war von Beginn an ein hochwertiges architektonisches Konzept essenziell und Anspruch zu gleich. Die Architektur wurde in einem zweistufigen Werkstattverfahren mit mehreren Planungsbüros entwickelt. Als Sieger ging das Friedrichshafener Architekturbüro Plösser hervor, das die Planungen in den vergangenen Monaten konsequent weiterentwickelt hat.
Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Pionier-Quartier 2.0
Parallel zur architektonischen Entwicklung wurde in den vergangenen Monaten intensiv an der Schaffung des erforderlichen Baurechts gearbeitet. Der erforderliche, vorhabenbezogene Bebauungsplan „Colsman-Knoten“ wurde dabei in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Friedrichshafen weiter konkretisiert und vorangetrieben.
Nach dem Einleitungsbeschluss im Februar 2026 steht nun der nächste wesentliche Schritt an: Mit den Sitzungen des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses (PBU) am 15. September 2026 sowie des Gemeinderates am 21. September 2026 steht der Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan an.
Im Anschluss erfolgt die erforderliche Öffentlichkeitsbeteiligung sowie die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange. Zudem soll der erforderliche Durchführungsvertrag abgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund rechnen wir derzeit mit einem Satzungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Anfang 2027.
Damit konnte in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit der Stadt Friedrichshafen die Grundlage geschaffen werden, um die erforderliche Baurechtschaffung innerhalb eines ambitionierten Zeitplans von rund einem Jahr voranzutreiben. Für die sehr gute und enge Zusammenarbeit möchten wir uns ausdrücklich bei der Stadt Friedrichshafen und allen Beteiligten bedanken.
Bezahlbarer Wohnraum – Bedarfe, Herausforderungen und Chancen
Wohnraum ist knapp. Wohnraum als abstrakter Faktor zur Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte/Mitarbeitende aus Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistung und Verwaltung gewinnt täglich an Bedeutung.
Bezahlbarer Wohnraum kann nur durch leistbare Kosten generiert werden. Es gilt daher, die vorhandenen Möglichkeiten und Ressourcen optimal zu heben und Chancen zu nutzen. Wir legen großen Wert auf effiziente Grundrisse und nachhaltige Gebäudequalität- und -isothermie. Derzeit prüfen und arbeiten wir an einer innovativen Energielösung, die auf der Verwendung vorhandener Industrieabwärme aus dem benachbarten Zeppelin-Werksgelände fußt.
Gerade vor dem Hintergrund unseres Anspruchs an bezahlbaren Wohnraum und unserer wirkungsorientierten Unternehmensstrategie haben wir uns entschieden, 40 der insgesamt 46 Wohneinheiten im Rahmen der Wohnraumförderung öffentlich fördern zu lassen. So wollen wir zeigen, dass auch unter den derzeit angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Wohnungsbau möglich sein kann.
Überzeugt sind wir davon, dass dies nur durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren gelingt: eine kostenbewusste und effiziente Bauweise, die konsequente Nutzung bestehender Fördermöglichkeiten, das Prinzip des einfachen Bauens – etwa durch den Verzicht auf eine kostenintensive Unterkellerung und Tiefgarage – sowie der entscheidende Vorteil, dass sich das Grundstück bereits in unserem Eigentum befindet. Erst dieses Zusammenspiel schafft die Voraussetzungen dafür, ein solches Vorhaben auch unter den derzeit herausfordernden Rahmenbedingungen wirtschaftlich darstellbar zu machen und tatsächlich realisieren zu können.
Darüber hinaus mit dem Projekt einen positiven Impact, d. h. ganzheitliche fördernde sozio-ökologische und sozio-ökonomische Wirkung zu erzeugen. „Für uns bedeutet wirkungsorientiertes Handeln daher, vorhandene Potenziale konsequent zu nutzen und aus den Rahmenbedingungen das Beste für die Schaffung von leistbarem Wohnraum, attraktiven Gewerberaum und insbesondere Aufenthaltsorte in hoher Qualität für die Nutzer herauszuholen“, so die Geschäftsführer der LZ-Gruppe Jörg Bischof und Maximilian Meiler.
Ganz im Sinne der Pioniere der Luftschifffahrt und allen voran Graf Ferdinand von Zeppelin:
„Man muss nur wollen und daran glauben, dann wird es gelingen“